Jahreshauptversammlung 2020

„Ein von Corona geprägtes Jahr…“ ist wohl die passende Einleitung für diese verspätete Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Zirndorf. Nachdem die für Januar angesetzte Jahreshauptversammlung aufgrund der damaligen Allgemeinverfügung ausfallen musste, gab es nun, am 01.10.2021, endlich einen Nachholtermin in der Zirndorfer Paul-Metz-Halle.
Für den 1. Vorsitzenden des Feuerwehrvereins, Christian Kund, gab es aus dem Jahr 2020 nicht sehr viel zu berichten. Aufgrund einer sich ständig ändernden Rechtslage im Zusammenhang mit der Coronapandemie fanden die meisten Feste nicht statt. So fielen für den Feuerwehrverein auch die Einnahmen durch Verkäufe auf Kirchweih und Weihnachtsmarkt weg. 
Erfreulich ist jedoch, dass die Feuerwehr Zirndorf im Jahr 2020 zu insgesamt 5 Hochzeiten von aktiven Mitgliedern gratulieren durfte. Diese waren jedoch auch die einzigen Veranstaltungen, an welchen sich der Feuerwehrverein im vergangenen Jahr beteiligen konnte.
Im Anschluss an den Bericht des 1.  Vorsitzenden wurde der Kassenbericht verlesen und der Vorstand ordnungsgemäß einstimmig entlastet.

Der 1. Kommandant Jochen Bernecker, welcher im Vorjahr in seinem Amt bestätigt wurde, berichtete über die Geschehnisse und Entwicklungen im Jahr 2020 und gab einen kurzen Ausblick in die nähere Zukunft.
Durch pandemiebedingte Auflage konnten viele der angesetzten Ausbildungen nicht stattfinden. Gerade die neueren Mitglieder waren davon betroffen, weswegen in den kommenden Jahren mit viel größerer Intensität ausgebildet werden muss, um auch weiterhin ein möglichst hohes Ausbildungsniveau aufrecht zu halten. Leicht umzusetzen wird dieses Vorhaben jedoch nicht sein, da gerade die Einsatzbelastung der Feuerwehr Zirndorf mit 317 Einsätzen in 2020 und mittlerweile ca. 290 Einsätzen bis Anfang Oktober 2021 weiterhin hoch bleibt. 
Den Mitgliedern der Kernstadtwehr wird also auch in naher Zukunft ein hohes Maß an ehrenamtlichen Engagement abverlangt werden. Die Stadt Zirndorf förderte dieses in den letzten Jahren durch die Beschaffung moderner Fahrzeuge, Gerätschaften und angemessener Schutzausrüstung für alle Wehren im Stadtgebiet, wofür Wehrführung und aktive Mannschaft sehr dankbar sind. Jedoch bleibt der Brennpunkt Feuerwache weiterhin bestehen. Das Feuerwehrgebäude in der Banderbacher Straße erschwert das zeitgemäße Arbeiten der Feuerwehr immer mehr. Gerade der fehlende Platz auf dem Gelände sorgt für Verzögerungen beim Ausrücken und bietet kaum Möglichkeiten für Ausbildungsdienste. Die Mängelliste wächst von Jahr zu Jahr, weswegen der Neubau einer zeitgemäßen Unterkunft längst überfällig ist. Mannschaft und Wehrführung hoffen, dass die Stadt Zirndorf das Projekt „Feuerwache“ zeitnah realisiert. Die Machbarkeitsstudie ist bereits abgeschlossen und auch der Bebauungsplan ist im Oktober 2021 verabschiedet worden. Diese positiven Entwicklungen werden durch die Feuerwehr sehr begrüßt, müssen jedoch auch weiterhin durch die Politik vorangetrieben werden um die Sicherheit in Zirndorf auch langfristig gewährleisten zu können.

Nach der Ansprache des 1. Bürgermeisters Thomas Zwingel sowie des Kreisbrandinspektors Armin Betz konnten noch diverse Ehrungen von langjährigen Mitglieder durchgeführt werden, bevor es schließlich zu den Vorstandswahlen kam.
Bei der Wahl zum 1. Vorstand wurde Christian Kund in seinem Amt bestätigt. Auch Stefan Janker und Klaus Meyer wurden durch die Anwesenden erneut zum Schriftführer und Mannschaftssprecher gewählt. Erwin Däubler und Alex Wild wurden ebenfalls zum widerholten Mal zum Kassenrevisorgewählt.
Bei den Posten des 2. Vorstands und des Kassiers kam es jedoch zwangsläufig zu personellen Änderungen, da sowohl der bisherige 2. Vorstand Stefan Ehrhardt als auch der langjährige Kassier Marcus Rupprecht, ihre Ämter nicht weiter fortführen wollten. Den Posten des 2. Vorstands wird nun Yvonne Vogtmann ausüben, die Aufgabe des Kassiereswird in den nächsten Jahren von Michael Gaube übernommen. Beide wurden ohne Gegenstimmen durch die Versammlung gewählt.

Die Feuerwehr Zirndorf bedankt sich für den Einsatz von Stefan Ehrhardt und Marcus Rupprecht in den vergangenen Jahren und wünscht ihnen weiterhin alles Gute.
Glückwünsche gehen an die neu gewählten bzw. an die im Amt bestätigten Vorstandsmitglieder.

Personensuche an der Grenze zu Tschechien

Am Nachmittag des 11.10.2021 wurde die Rettungshundestaffel der Feuerwehr Zirndorf angefordert um bei der Suche nach der achtjährigen Julia zu helfen. Nach einer längeren Anreise zur Einsatzstelle in Waldmünchen an der tschechischen Grenze, sowie einer Lagebesprechung mit der örtlichen Einsatzleitung, wurde den Kräften aus Zirndorf ein Suchbereich im Grenzwald zugeteilt. Die Suche wurde durch Wetter und Gelände erschwert, jedoch schlugen sich die Hunde und Hundeführer tapfer und durchkämmten das Gelände bis tief in die Nacht hinein. Julia konnte im zugeteilten Gebiet leider nicht gefunden werden, jedoch konnte durch den Einsatz der Hunde der Suchradius weiter eingeschränkt werden.
Gegen ca. 3 Uhr am Morgen war der Einsatz für die Rettungshundestaffel Zirndorf beendet und die Einheiten begaben sich wieder auf die Heimreise.
Insgesamt waren bis zum Dienstagmorgen 117 Hunde, sowie über 1000 Einsatzkräfte auf der Suche nach Julia. Das Mädchen wurde schließlich am Dienstagmittag, nach zwei Nächten im Wald, auf tschechischem Staatsgebiet gefunden.

Einen weiteren Bericht zum Einsatz der Zirndorfer Spürnasen gibt es auf Nordbayern

Schwerer Verkehrsunfall mit eingeschlossener Person fordert Feuerwehr

Am vergangenen Freitagabend alarmierte die Nürnberger Leitstelle die Feuerwehren aus Anwanden-Lind, sowie Zirndorf, zu einem Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person zwischen Anwanden und Sichersdorf.
Als die Zirndorfer Kräfte ankamen versorgte der Rettungsdienst bereits den Unglücksfahrer. Dieser war zwar nicht eingeklemmt, jedoch im auf dem Dach liegenden Fahrzeug eingeschlossen.
Direkt nach dem Eintreffen übernahm die Feuerwehr den Brandschutz und sicherte den Unfallwagen ab. Im Anschluss wurden zeitgleich die vorderen Türen mittels hydraulischem Rettungsgerät entfernt, um eine Rettung des schwerverletzten Fahrers zu ermöglichen. So konnte die verunfallte Person durch Rettungsdienst und Feuerwehr mit einer Rettungsboa aus ihrer Zwangslage befreit werden. Aufgrund seiner Verletzungen wurde der Fahrer anschließend zügig ins Krankenhaus verbracht.
Die Feuerwehr sammelte noch die einzelnen Fahrzeugteile ein, welche weit über die Straße verteilt waren und rückte nach dem Eintreffen des Abschleppwagens wieder ab.

Danke auch für weitere Bilder an David Oßwald Media.